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Dead End Future „Obey“

Oha! Ein Album, welches mir gleich im Titel Gehorsam befielt. Soll ich mir das tatsächlich geben?
Da ich aber lange Jahre gedient habe, ist mir ein gewisser Befehlston nicht ganz fremd,
also drückte ich wie angeordnet auf Play und war angenehm überrascht,
was mir die 5 Braunschweiger mit ihrem zweiten Album da aufs Ohr zimmerten.
Schön akzentuierter Death Metal mit einer heftigen Suffocation Kante wird der geneigten
Käuferschicht angeboten, welcher zwar nicht unbedingt das Rad neu erfindet,
aber dennoch gut ballert und sich für einen gemütlichen Moshpit um das Bockspringbett mehr als eignet.

Schön technisch und ultrafett produziert rödelt sich das Quintett aus der Eintracht Stadt durch seine
9 Eigenkompositionen und hinterlässt dabei eine herrlich frische Todesblei Duftnote,
die auch bei mehrmaligem Hören nicht nachlässt. Das ist überhaupt eine der Stärken von
Obey“, denn Langeweile kommt kaum auf und man kann immer wieder neue Nuancen
und Songfragmente entdecken, die das Album so spannend und abwechslungsreich machen.

Vor allem die Bassarbeit von Jan Lippert gefällt mir außerordentlich gut, steht sie doch einem
Sean Beasley oder Alex Webster in nicht viel nach. Auch gesanglich gibt Neuzugang Florian Sikora
eine sehr gute Figur ab und bölkt wie ein angeschossener Eber, was den örtlichen Hals Nasen
Ohrenarzt durchaus erquicken dürfte.

Dead end future machen vieles richtig und können sich völlig zu recht selbst auf die Schulter klopfen
und selbst wenn die Originalität nicht unbedingt zu 100% vorhanden ist, machen die durchdachten
Kompositionen mit ihrer Kurzweil dieses kleine Manko wett.
Definitiv für Fans von Dying FetusCorpse oder Immolation mehr als nur an antesten wert. Stark!
Bewertung: 8,0 von 10 Punkten
http://www.zephyrs-odem.de/cd-s/detail/dead-end-future-obey-2018-8651/#.XA0WLNtKiUk

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