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Ayahuasca „Benath The Mind“

Lange mussten ihre Fans warten, doch nun ist es endlich so weit.
Die Experimental-Death-Metaller AYAHUASCA aus Köln (nicht zu verwechseln mit geschätzt
5 Namensvettern) releasen nach 5 Jahren Band-Existenz und Live-Auftritten ihr Debut-Album.
Die erste Frage, die sich mir diesbezüglich stellt, ist:

KANN DIE STUDIO-AUFNAHME MIT DER MITREISSENDEN INTENSITÄT MITHALTEN,
DIE DIE BAND LIVE AN DEN TAG LEGT
Die Antwort ist ein klares JA! Der ebenso hart wie aggressiv ausfallende Sound sorgt dafür,
dass die massiven Grooves und das gnadenlose Geballer hier genauso rüberkommen,
wie man das von den Auftritten gewohnt ist. Dazu gibt es Percussion-Einlagen, vertrackte Rhythmen,
Kehlkopfgesang sowie den einen oder anderen okkult anmutenden Clean-Part, der dieses Hörerlebnis
in ein immer präsentes, düsteres Dschungel-Feeling einhüllt. Zwischen den Wellen an Death-Metal
-Brecherntreten immer wieder interessante Zwischenparts hervor, seien es schamanische Beschwörungen,
Bratschenspiel oder hypnotisch flüsternde Zungen. Lasst euch überraschen.

Aber die stärkste Seite von „Beneath The Mind“ liegt definitiv bei der Rhythmus-Fraktion. Das Ganze groovt
nicht nur, wo es nur kann (mit immenser Power) – gerade die Schlagzeugspuren sind erfrischend
abwechslungsreich und kreativ. Und ich meine so richtig kreativ. Wenn er gerade nicht mit Blast Beats
beschäftigt ist, lässt der Drummer keine Möglichkeit aus, die Grooves der Musik mit allem zu würzen,
was er hat – immer passend und ohne mit dem Feeling zu brechen. Ein großes Lob dafür, denn das
macht das Album noch ein gutes Stück interessanter und einzigartiger. Dabei wird er unterstützt von
zwei Perkussionisten, welche diesen Aspekt nochmal ein weiteres Level in die Höhe treiben.
Gerade dieser rhythmischen Gesamtmacht ist auch der Live-Erfolg der Band zu verdanken.

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VARIATION UND EPIK
In ruhigeren Parts verlieren sich AYAHUASCA auch gerne mal in progressiven OPETH-Gefilden.
Diese drücken sich aus mit ungewöhnlichen Akkordfolgen, Taktwechseln und Akkustik-Pornos
an den Klampfen. Dabei verbindet sich solcherlei Rumgespiele innerhalb eines Songs
gerne mal mit einer Auswahl oben genannter Elemente. Dies hat zweierlei zur Folge.
Erstens: Ein großartiges Variationsreichtum – es wird nie langweilig. Und zweitens:
Epen. Bis auf den Vierminüter „Abyss“ sind alle Tracks zwischen 6 und 12 Minuten lang –
und jeder davon erzählt seine eigene Geschichte.

Bei diesem starken Debut-Album wurde alles richtig gemacht. Mit seiner Kombination
aus rhythmischer Wucht, atmosphärischem Tiefgang und musikalischer Vielfalt trifft
„Beneath The Mind“ meinen Nerv zumindest voll und ganz.
Und damit vergebe ich zum ersten Mal einem Album 10 von 10 Punkten.

https://silence-magazin.de/ayahuasca-beneath-the-mind

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